BARF für Anfänger - so barfst du deinen Hund Schritt für Schritt

Was ist BARF überhaupt?

BARF bedeutet im Alltag einfach: Du fütterst deinen Hund mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien, etwas Gemüse/Obst und passenden Zusätzen – so nah wie möglich an der natürlichen Beute. Du weißt genau, was im Napf landet, kannst die Zusammensetzung auf deinen Hund anpassen und verzichtest auf unnötige Füllstoffe.
Viele Halter merken nach einiger Zeit, dass Fell glänzender wird, der Hund besser bemuskelt und der Kot deutlich weniger wird. Zur Übersicht....

Was brauche ich als Anfänger zum Barfen?

Du brauchst am Anfang weniger, als viele denken: eine Gefriertruhe oder etwas Platz im Gefrierfach, eine Küchenwaage, Napf, Löffel – und ein paar passende BARF-Menüs oder Einzelkomponenten.
Gerade als Anfänger ist es sinnvoll, mit fertigen BARF-Menüs zu starten, damit du dir über die genaue Aufteilung noch keine Gedanken machen musst.

Wie viel BARF braucht mein Hund?

Eine einfache Faustregel für gesunde, normal aktive erwachsene Hunde liegt bei etwa 2,3 –3% des Körpergewichts pro Tag.
Wie viel dein Hund genau braucht, hängt von Alter, Aktivität, Figur und Stoffwechsel ab – ein sportlicher, sehr schlanker Hund kann eher etwas mehr, ein gemütlicher Hund eher etwas weniger brauchen.

Beispiel:

  • 10 kg Hund → ca. 230–300 g BARF pro Tag

  • 20 kg Hund → ca. 460–600 g BARF pro Tag

Wichtig: Beobachte deinen Hund über mehrere Wochen. Wird er zu rund, reduzierst du die Menge etwas, wird er zu dünn, gibst du mehr.

So stellst du deinen Hund langsam auf BARF um

Viele Hunde vertragen eine langsame, schrittweise Umstellung am besten.
Starte mit einer Mahlzeit am Tag als BARF und lass die zweite Mahlzeit noch als bisheriges Futter laufen – zum Beispiel für eine Woche.
Verträgt dein Hund das gut, kannst du nach und nach komplett auf BARF umstellen.

Profi-Tipp:

  • Wähle am Anfang ein leicht verdauliches Menü,

  • Füttere eher kleine Portionen und verteile sie gut über den Tag.

  • Beobachte Kot, Allgemeinbefinden und Trinkverhalten deines Hundes.

Welche Bestandteile gehören zu einer BARF-Mahlzeit?

Eine klassische BARF-Ration für den Hund besteht in der Regel aus:

  • Fleischige Knochen bzw. Rohfleischknochen

  • Muskelfleisch

  • Innereien

  • Gemüse/Obst-Anteil

  • Hochwertige Öle und ggf. Ergänzungen (z.B. Mineralien, Seealgenmehl)

Viele Komplettmenüs bringen einen Großteil dieser Komponenten bereits mit, sodass du als Anfänger kaum etwas falsch machen kannst.

Typische Anfängerfehler beim Barfen – und wie du sie vermeidest

  • Zu schnell zu viel auf einmal: Eine radikale 100%-Umstellung von heute auf morgen kann empfindlichen Hunden Durchfall oder Erbrechen bescheren.

  • Zu einseitig füttern: Nur eine Fleischsorte oder nur Muskelfleisch ist auf Dauer nicht ausgewogen.

  • Zu wenig Innereien oder Knochen: Hier stecken wichtige Nährstoffe – aber auch nicht übertreiben, sonst gibt es schnell Verdauungsprobleme.

Wenn du unsicher bist, nutze lieber ausgewogene Menüs oder lass dir einen individuellen Futterplan erstellen, statt „frei Schnauze“ zu mischen.

Häufige Fragen von BARF-Anfängern (FAQ)

Wie beginne ich mit BARF?
Starte mit einem leicht verdaulichen Komplettmenü, füttere zunächst eine BARF-Mahlzeit am Tag und steigere langsam, wenn dein Hund es gut verträgt.

Wie viel Gramm BARF pro kg Hund?
Als Orientierung gelten 2,3–3% des Körpergewichts pro Tag bei erwachsenen Hunden, die normal aktiv sind; der individuelle Bedarf kann etwas darunter oder darüber liegen.

Kann ich meinen Welpen barfen?
Ja, das ist möglich, aber bei Welpen ist die richtige Zusammensetzung besonders wichtig, damit sie gesund wachsen; hier solltest du dir unbedingt einen konkreten Futterplan erstellen lassen.

Braucht mein Hund Zusätze beim Barfen?
Je nach Fütterung können sinnvolle Zusätze wie hochwertige Öle, Seealgenmehl oder spezielle Mineralmischungen nötig sein, insbesondere wenn du selbst zusammenstellst.

Was mache ich, wenn mein Hund BARF nicht verträgt?
Bei wiederkehrendem Durchfall, Erbrechen oder starkem Juckreiz solltest du das Futter pausieren und eine tierärztliche Abklärung oder eine gezielte Ernährungsberatung nutzen.

Wenn du dir unsicher bist, wie du bei deinem Hund starten sollst, kannst du dir ein Einsteiger-Paket mit leicht verdaulichen Menüs zusammenstellen und dir parallel einen individuellen Futterplan erstellen lassen.
So hast du eine klare Anleitung, passende Produkte im Froster und kannst Schritt für Schritt testen, wie dein Hund auf BARF reagiert – ohne gleich alles umwerfen zu müssen.

 

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