Was ist die Aujeszkysche Krankheit (AK)?
Die AK ist eine Tierseuche, die weltweit vorkommt und durch das Suid Herpesvirus 1 (SHV 1) aus der Familie der Alphaherpesvirinae verursacht wird. Es wird oft auch als Pseudorabiesvirus (PrV) oder Virus der AK (AKV) bezeichnet. Die AK ist vornehmlich eine Virusinfektion bzw. -erkrankung der Schweine. Haus- und Wildscheine bilden die natürlichen Wirte für dieses Virus, wo es unabhängig zirkuliert. Ein charakteristisches Merkmal von AK-Infektionen bei Schweinen ist die lebenslange Viruslatenz, sie sind also lebenslang Virusträger. Andere empfängliche Säugetiere sind z. B. Hunde oder Katzen.
Grundsätzlich können sich Hunde und Katzen durch die Aufnahme von rohem infektiösem Fleisch infizieren. Da Deutschland aber frei von AK im Hausschweinebestand ist, gibt es hier kein Übertragungsrisiko. (na klar! deshalb werden heimische Schweine ja auch überhaupt nicht geimpft!!! (Anm. d. Redaktion))
Kann ich meinen Hund impfen?
Eine Schutzimpfung für Hunde gibt es weltweit nicht. Die für Hausschweine verwendeten Totimpfstoffe sind für Hunde nicht zugelassen und auch nicht wirksam.
Welche Symptome haben Hunde, wenn sie sich mit der Aujeszkyschen Krankheit (AK) infiziert haben?
Da die Symptome bei anderen Säugetieren, insbesondere bei Fleischfressern, denen der Tollwut sehr ähnlich sind, wird die Viruserkrankung auch als Pseudowut bezeichnet.
Das zentrale Nervensystem wird in kurzer Zeit sehr stark beschädigt. Deshalb treten nach einer kurzen Inkubationszeit (4–7 Tage) massive neurophysiologische Symptome auf. Im Anfangsstadium gehören dazu Benommenheit und Unkoordiniertheit. Die Tiere verweigern plötzlich die Futteraufnahme und werden depressiv. Gelegentlich werden permanentes Bellen bzw. Unruhe und Angst beobachtet. Die Tiere sind jedoch nicht aggressiv. Fieber tritt nicht auf. Mit Fortschreiten der Erkrankung bekommen die Tiere Atemnot und können ausgeprägtes Speicheln zeigen.
Oft stellen sich gleichzeitig Schluckbeschwerden und Erbrechen ein. Später erfolgt dann der Verlust der Körperkontrolle. Kardinalsymptom ist ein starker Juckreiz, meist von den Ohren ausgehend. Dieser kann so stark sein, dass die Tiere infolge Scheuerns teils Knochen blank legen oder sich selbst verstümmeln.
Es ist allerdings auch möglich (äußerst wahrscheinlich! (Anm. d. Redaktion)), dass Tiere in kürzester Zeit perakut versterben. Das Risiko, dass sich ein Hund bei einem infizierten Hund ansteckt ist rein theoretischer Natur; bislang sind keine derartigen Fälle bekannt.
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